Als der
Schulbetrieb in der 1890 erbaute Dorfschule in Rudow (Berlins
zweitältester erhaltener Schulbau im neugotischen Stil) endete,
begann ein neuer Abschnitt für das geschichtsträchtige Gebäude.
Der Bezirk Neukölln wandelte auf Wunsch der Rudowerinnen und Rudower
das denkmalgeschützte Haus in einen Kulturstandort im Süden
Neuköllns um und schnell füllte sich das Haus wieder mit Leben.
Die Räumlichkeiten
der Alten Dorfschule und der ehemalige Schulhof werden seitdem vom im
März 2001 gegründeten Verein „Alte Dorfschule Rudow e.V.“, der
Volkshochschule, der Musikschule und dem Rudower Heimatverein, der
in der im Hof befindlichen ehemaligen Turnhalle seine Exponate zeigt,
genutzt.
Durch die aktive,
ehrenamtliche Tätigkeit von heute mehr als 240 Vereinsmitgliedern,
gefördert durch den Bezirk Neukölln und das Land Berlin, hat der
Verein „Alte Dorfschule Rudow“ die ehemalige Schule in den
vergangenen 25 Jahren zu einem weit über den Bezirk hinaus
bekannten, lebendigen Kulturzentrum entwickelt. Der Verein fördert
die lokale, regionale und auch internationale Kultur in Berlin-Rudow
und unterstützt und bereichert in Zusammenarbeit mit anderen Kultur-
und Sozial-einrichtungen das Zusammenleben der Rudower Einwohnerinnen
und Einwohner auf der Grundlage von Demokratie, Toleranz und
Völkerverständigung mit folgenden Aktivitäten:
Regelmäßige
Kultur- und Informationsveranstaltungen (klassische und
populäre Konzerte, Theater, Lesungen, Comedy, Erzählcafes, etc.)
Ausstellungen
und Vernissagen bildender Künstler
Förderung
der musisch-kreativen Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und
Erwachsenen (auch in Zusammenarbeit mit den Schulen in Rudow)
Unterstützung
und Förderung von kulturell engagierten Gruppen im Verein
Kulturelle
Bildung für Kinder und Erwachsene
Zusammenarbeit
mit Volkshochschule und Musikschule
Erhalt
der denkmalgeschützten Bausubstanz der alten Dorfschule
Der Verein ist
gemeinnützig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Interessen.
Die „Alte Dorfschule Rudow“ ist Mitglied im Kulturnetzwerk
Neukölln und Stifter in der Bürgerstiftung Neukölln. Er arbeitet
im Aktionsbündnis Rudow gegen Rechtsextremismus und
Fremdenfeindlichkeit mit.